Artikelausdruck von Freestyle Erfurt


Handball:
(Thüringer HC)

THC sucht den Erfolg mit Klassik und Beatles

 
Handball ist Kopfsache. Das weiß auch Dago Leukefeld. Darum hat der Trainer den Spielerinnen des Handball-Erstligisten Thüringer HC ein neuartiges Mentaltraining verordnet. Verantwortlich dafür zeichnet Ulrich Conrady, der maßgeblich am WM-Erfolg der deutschen Männer beteiligt war. Zweimal täglich beschallt er die Frauen im Trainingslager nahe Baiersbronn im Schwarzwald.

Was für den Weltmeister der Männer gut war, kann auch für unsere Bundesliga-Frauen gut sein. Das mag sich Leukefeld gedacht haben, als er den Kontakt zu Conrady suchte. Dabei war ihm die bekannte Referentin und Lehrbuchautorin Renate Schubert behilflich, die im THC-Trainingslager wieder als Torwarttrainerin unterstützend tätig ist. Diesen guten Kontakten hat es der Vorjahres-Sechste zu verdanken, dass der sonst auf Einzeltherapien spezialisierte Fachmann aus Blomberg ausnahmsweise einen Bundesligisten betreut.

Zweimal täglich setzen die Handballerinnen im Hotel Schliffkopf Kopfhörer auf und hören eine Stunde lang Musik. Mal Beatles, mal Klassik. Die Art der Musik spielt keine Rolle. Entscheidend sind die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbaren modulierten Schallwellen, die Conrady unter die angenehmen Klänge mischt. Sie stimulieren im Ohr einen kleinen, kaum bekannten Muskel. Der aktiviert die Aufnahmefähigkeit für Wahrnehmung, Sehvermögen und Gehörsinn. Gleichzeitig wird die Tiefschlafphase angeregt. Stresssymptome und deren Abfolge im Gehirn werden umgepolt. Die biochemischen Abläufe im Gehirn normalisieren sich und die visuelle und auditive Wahrnehmung wird geschärft.

Die Spielerinnen merken davon zunächst nichts. Viele schlafen in der ?Musikstunde? ein, andere lesen oder schreiben SMS. Das ist beim Audio-Visuellen-Wahrnehmungstraining (AVWF) von Ulrich Conrady erlaubt. Die Wirkung der Stressregulations- und Muskelentspannungsmethode, von der auch Männer-Bundestrainer Heiner Brand hellauf begeistert war, führte bei vielen Spitzensportlern allmählich zu Leistungsverbesserungen und hält Wochen oder gar Monate an. Ziel des Mentaltrainings mit dem THC ist die Steigerung der Aufnahmefähigkeit in Stresssituationen im Spiel und ein verbessertes Spielverständnis.

So darf künftig nach einem THC-Sieg zurecht behauptet werden, die Mannschaft habe beschwingt gespielt und den Erfolg mit Köpfchen erzielt.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 25.07.2007, 13:28 Uhr

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