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Handball: (Thüringer HC)
 
Wie befürchtet - das Wunder blieb aus

In einem fairen Spiel mit klarem Übergewicht der Leipziger Gäste kassierte der Thüringer HC eine 26:33 (13:14) Niederlage. Der THC konnte erstmalig wieder alle Spielerinnen einsetzen, war aber in Sachen Angriffsdruck und Spielverständnis den Gästen, die ohne Torhüterin Masson und Rückraumstar Nielsen antraten, nach 30 Minuten auf Augenhöhe, schließlich doch unterlegen. Insgesamt eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Da musste man sich noch mit 20:34 geschlagen geben.

Wunder im Sport sind eher selten. Auf ein solches warteten aber mit Sicherheit nicht wenige der über 1000 Zuschauer des diesjährigen Mitteldeutschen Derbys. Am Ende gab es Beifall sowohl von den THC-Rängen als auch von der zahlreich mitgereisten HCL-Fangemeinde. Wenn auch sicher mit unterschiedlichen Intensionen.

Während die Leipziger ihre Vormachtsstellung in der Region untermauern konnten, hatte der THC nicht enttäuscht, kämpferisch wohl fast alles gegeben und zu einem keinesfalls langweiligen Spielverlauf beigetragen.

Der auf internationalem Parkett erfahrene Gast tat sich anfangs schwer, dieses auch sofort deutlich zu machen. Schnelle Ballpassagen allein genügten nicht - die THC-Abwehr arbeitete gut und wenn sie mal ausgespielt war, war "Schanzi" zur Stelle oder es half der Torrahmen. So entwickelte sich in den ersten zehn Minuten ein ausgeglichenes Spiel, dann aber gelangen den Gästen bis zur 16. Minute ein Fünf-Tore-Führung (9:4). Eine Ursache war, dass der Gastgeber kaum Druck von den Außenpositionen machte, dafür aber immer wieder der Pass zur Kreismitte gesucht und verpatzt wurde. Ein Verdienst des kampfstarken und überaus leichtfüßigen Leipziger Mittelblocks, an dem fast alle diese Versuche scheiterten. Nach dem THC-Team-Timeout gelangen Fabicova und Jurack erfolgreiche Einzelaktionen. Endlich wurden die Außenposition ins Spiel gebracht und Nadine Härdter, die kein Risiko scheute, erzielte im Zusammenspiel mit Marielle Bohm von dort bis zur Pause (13:14) vier sehenswerte Treffer (8.,11.,12.,13.). Leider konnte sie mehrfach nicht regelgerecht gebremst werden und konnte nach Behandlung in den zweiten 30 Minuten nicht mehr eingesetzt werden.

Nach der Pause konnte der Thüringer HC den Druck nicht mehr verstärken, sondern leistete sich mehrere einfache Ballverluste, die die Gäste wieder davon ziehen ließen. So konnte die brasilianische Nationalspielerin Idalina Borges Mesquita in der 36.Spielminute den alten Abstand wieder herstellen. (14:19) Doch der THC gab nicht auf. Besonders Alexandra Uhlig, machte auf ihre Leipziger Wurzeln, mit einer konzentrierten Leistung aufmerksam. Mit acht Treffern (incl. einem verwandelten 7-m) wurde sie dafür belohnt. Neben ihr machte jetzt auch Kirsten Watzke eine gute Figur. Sie wirkte deutlich konzentrierter als gewohnt, zeigte bei ihren Würfen keinerlei Respekt und steuerte fünf Treffer zur Gesamtbilanz bei. Sie war es auch, die in der 41.Minute den THC wieder auf 19:21 heranbrachte. Zuvor erzielte Mariell Bohm mit einem Super-Hammer das 17:20 und ihren 80.Treffer im THC-Dress.

Leider hatte das Spiel allerdings schon in der 38.Minute eine entscheidene Phase erreicht. Julia Jurack musste nach der dritten Zeitstrafe Parkett und Wechselbank verlassen - für den Innenblock des Gastgebers eine nicht mehr zu kaschierende Schwächung. Sachlich muss man feststellen, dass es sich um ein Verdienst der an diesem Tag besten Leipzigerin handelte. Else-Marthe Sørlie Lybekk zeigte, wieso sie zu den Weltbesten auf ihrer Position zählt. Neben ihren neun Feldtoren beschäftigte sie stets zwei THC-Abwehrspielerinnen und zwang diese mehrfach zu ringkampfähnlichen Einlagen, für die die Schiedsrichter-Zwillinge Pritschow die einzig richtige Entscheidung parat hatten. Die beiden machten boten über weite Strecken eine gut Leistung - hatten sie doch auch in den ersten Spielminuten einiges von beiden Trainern lautstark erklärt bekommen, was sie allerdings mit Ruhe und Besonnenheit zur Kenntnis nahmen.

Somit gelang nach diese erneuten Schwächung den THC-Damen nur noch Schadensbegrenzung. Michaela Schanze bot eine solide Leistung - Katrin Höhne überzeugte in der Abwehr durch enormen Kampfgeist und Alex Uhlig und Kirsten Watzke hielten den Druck aufrecht. Den Schlusspunkt setzte dann Francis Günthel. Die Rückkehrerin setzte den allerletzten Strafwurf an den Pfosten.

Nach dem Abwurf gab es statt Trauermienen gegenseitige Anerkennung der Leistungen - sowohl auf dem Parkett, am Parkettrand und auf den Rängen. Die Leipziger wissen, auch ohne die beiden geschonten Spielerinnen und mit einer Wechseltaktik, die Einsatzzeiten für alle bot, bleibt man die Nummer Eins im Sendegebiet des MDR. Ob man vielleicht schon den Deutschen Meister 2007 gesehen hat, kann man nach diesem Auftritt wohl noch nicht sagen. Der THC konnte erstmalig wieder seinen gesamten Kader einsetzen. Der aufgelaufene Trainingsrückstand war im Vergleich mit einem international erfahrenen, top besetzten Team aber in keiner Spielphase zu übersehen. Wenn der Trainer also davon ausgeht, dass er den "Plansilvester 2006" noch vor sich hat, wünschen wir dem Team eine erfolgreiche Trainingsphase vor den PlayOffs.

Die nächste Begegnung wird den Damen nicht weniger abverlangen. Am Sonntag, den 25.März um 16 Uhr wartet der Tabellenführer 1.FC Nürnberg.

Stimmen zum Spiel:

Morten Arvidson (Trainer HCL): Der THC hat gut gekämpft - hier stand heute eine gute Mannschaft auf dem Parkett. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde. Unsere Mannschaft hat eine sehr gute Abwehrleistung gezeigt, Vilma Gainskyte hat sehr stark gehalten . Dass Nadine Härdter, für mich die stärkste THC-Spielerin, in der zweiten Hälfte nicht mehr spielen konnte, hat es uns erleichtert, das Spiel zu kontrollieren.

Dago Leukefeld (Trainer THC): Der Sieg der Leipziger geht auch in dieser Höhe voll in Ordnung. Wir mussten nach 15 Minuten auf Saskia Mulder verzichten, spielten ab 30. Minute ohne Nadine Härdter und ab 40. Minute dann auch noch ohne Julia Jurack. Das hat die Aufgabe ungleich schwerer gemacht. Wir haben uns zu viele einfache Fehler geleistet und keinen Druck auf der Mittelposition erreicht. Genau das hat der HCL durch Else-Marthe Lybbek in ganz anderer Qualität präsentiert. Positiv bewerte ich, wie sich meine Mannschaft in der ersten Halbzeit nach einem Rückstand wieder ins Spiel zurück gekämpft hat.

Thüringer HC: Michaela Schanze, Elisabeth Wehr; Maja Sommerlund, Julia Jurack(1), Kristin Kartheuser, Marielle Bohm(2), Kirsten Watzke(5), Katrin Höhne(1), Svetlana Minevskaja, Saskia Mulder(1/1), Alexandra Uhlig(8), Julia Wenzl, Nadine Härdter(6), Lucie Fabicova(2).

HC Leipzig: Vilma Gainskyte, Frances Günthel, Karolina Kudladz(4), Susann Müller(3/2), Ingrida Radzeviciute(3), Nora Reiche(6/3), Anne Ulbricht(1), Gerd-Elin Albert, Idaline Borges-Mesquita(4), Katja Langkeit, Ulrike Stange(3), Else Marthe Soerli-Lybekk(9), Janine Urbannek, Ragnhild Sørlie.

Strafminuten: 12 - 2 (Rote Karte: Julia Jurack (THC - 39. - Dritte Zeitstrafe).

Siebenmeter: 4/2 - 11/6.

Schiedsrichter: Andreas Pritschow, Marcus Pritschow (Stuttgart).


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 19.03.2007, 19:23 Uhr
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